Widerrufsbelehrung

Stand: Oktober 2026

Wenn Sie als Verbraucher im Sinne des § 1 Konsumentenschutzgesetz (KSchG) bestellen, haben Sie bei Fernabsatzverträgen ein Rücktrittsrecht (Widerrufsrecht) nach dem Fern- und Auswärtsgeschäfte-Gesetz (FAGG). Unternehmern steht kein gesetzliches Widerrufsrecht zu.
Widerrufsrecht

Sie haben das Recht, binnen vierzehn Tagen ohne Angabe von Gründen diesen Vertrag zu widerrufen.

Die Widerrufsfrist beträgt vierzehn Tage

im Falle eines Kaufvertrags ab dem Tag, an dem Sie oder ein von Ihnen benannter Dritter, der nicht der Beförderer ist, die Waren in Besitz genommen haben bzw. hat;

im Falle eines Vertrags über mehrere Waren, die Sie im Rahmen einer einheitlichen Bestellung bestellt haben und die getrennt geliefert werden, ab dem Tag, an dem Sie oder ein von Ihnen benannter Dritter, der nicht der Beförderer ist, die letzte Ware in Besitz genommen haben bzw. hat;

im Falle eines Vertrags über die Lieferung einer Ware in mehreren Teilsendungen oder Stücken ab dem Tag, an dem Sie oder ein von Ihnen benannter Dritter, der nicht der Beförderer ist, die letzte Teilsendung oder das letzte Stück in Besitz genommen haben bzw. hat;

[im Falle eines Dienstleistungsvertrags oder eines Vertrags über die Lieferung von digitalen Inhalten, die nicht auf einem körperlichen Datenträger geliefert werden, ab dem Tag des Vertragsabschlusses.]

Um Ihr Widerrufsrecht auszuüben, müssen Sie uns

BIT Leistungen KG
Rudolfsplatz 12/4A
1010 Wien, Österreich
Telefon: +43 664 530 4193
E-Mail: kunden@registrierkasse.store

mittels einer eindeutigen Erklärung (z. B. mit der Post versandter Brief oder E-Mail) über Ihren Entschluss, diesen Vertrag zu widerrufen, informieren. Sie können dafür das beigefügte Muster-Widerrufsformular verwenden, das jedoch nicht vorgeschrieben ist.

Sie können Ihr Widerrufsrecht auch online unter [https://registrierkasse.store/______ – Adresse der Seite „Vertrag widerrufen“ einfügen] ausüben. Wenn Sie diese Online-Funktion nutzen, übermitteln wir Ihnen auf einem dauerhaften Datenträger (z. B. durch eine E-Mail) unverzüglich eine Eingangsbestätigung mit Informationen zum Inhalt der Widerrufserklärung sowie dem Datum und der Uhrzeit ihres Eingangs.

Zur Wahrung der Widerrufsfrist reicht es aus, dass Sie die Mitteilung über die Ausübung des Widerrufsrechts vor Ablauf der Widerrufsfrist absenden.
Folgen des Widerrufs

Wenn Sie diesen Vertrag widerrufen, haben wir Ihnen alle Zahlungen, die wir von Ihnen erhalten haben, einschließlich der Lieferkosten (mit Ausnahme der zusätzlichen Kosten, die sich daraus ergeben, dass Sie eine andere Art der Lieferung als die von uns angebotene, günstigste Standardlieferung gewählt haben), unverzüglich und spätestens binnen vierzehn Tagen ab dem Tag zurückzuzahlen, an dem die Mitteilung über Ihren Widerruf dieses Vertrags bei uns eingegangen ist. Für diese Rückzahlung verwenden wir dasselbe Zahlungsmittel, das Sie bei der ursprünglichen Transaktion eingesetzt haben, es sei denn, mit Ihnen wurde ausdrücklich etwas anderes vereinbart; in keinem Fall werden Ihnen wegen dieser Rückzahlung Entgelte berechnet.

Wir können die Rückzahlung verweigern, bis wir die Waren wieder zurückerhalten haben oder bis Sie den Nachweis erbracht haben, dass Sie die Waren zurückgesandt haben, je nachdem, welches der frühere Zeitpunkt ist.

Sie haben die Waren unverzüglich und in jedem Fall spätestens binnen vierzehn Tagen ab dem Tag, an dem Sie uns über den Widerruf dieses Vertrags unterrichten, an uns (BIT Leistungen KG, [Rücksendeadresse – bitte bestätigen, z. B. Rudolfsplatz 12/4A, 1010 Wien, Österreich]) zurückzusenden oder zu übergeben. Die Frist ist gewahrt, wenn Sie die Waren vor Ablauf der Frist von vierzehn Tagen absenden.

Sie tragen die unmittelbaren Kosten der Rücksendung der Waren.

Sie müssen für einen etwaigen Wertverlust der Waren nur aufkommen, wenn dieser Wertverlust auf einen zur Prüfung der Beschaffenheit, Eigenschaften und Funktionsweise der Waren nicht notwendigen Umgang mit ihnen zurückzuführen ist.

[Haben Sie verlangt, dass die Dienstleistungen während der Widerrufsfrist beginnen sollen, so haben Sie uns einen angemessenen Betrag zu zahlen, der dem Anteil der bis zu dem Zeitpunkt, zu dem Sie uns von der Ausübung des Widerrufsrechts hinsichtlich dieses Vertrags unterrichten, bereits erbrachten Dienstleistungen im Vergleich zum Gesamtumfang der im Vertrag vorgesehenen Dienstleistungen entspricht.]
Ausschluss bzw. vorzeitiges Erlöschen des Widerrufsrechts

[Nur die Punkte übernehmen, die zu Ihrem Sortiment passen.]

Das Widerrufsrecht besteht nicht bei Verträgen über

[Waren, die nach Kundenspezifikationen angefertigt werden oder eindeutig auf die persönlichen Bedürfnisse zugeschnitten sind;]

[Computersoftware, die in einer versiegelten Packung geliefert wird, sofern die Versiegelung nach der Lieferung entfernt wurde.]

Das Widerrufsrecht erlischt vorzeitig

[bei Verträgen über Dienstleistungen (z. B. Einrichtung, Installation oder Inbetriebnahme der Registrierkasse), wenn wir auf Ihr ausdrückliches Verlangen und nach Ihrer Bestätigung, dass Sie vom Verlust des Widerrufsrechts bei vollständiger Vertragserfüllung Kenntnis haben, vor Ablauf der Widerrufsfrist mit der Ausführung begonnen haben und die Dienstleistung vollständig erbracht wurde;]

[bei Verträgen über die Lieferung von digitalen Inhalten, die nicht auf einem körperlichen Datenträger geliefert werden (z. B. Software-Download, Lizenzschlüssel), wenn wir mit Ihrer ausdrücklichen Zustimmung, verbunden mit Ihrer Kenntnisnahme vom Verlust des Widerrufsrechts, und nach Übermittlung einer Vertragsbestätigung vor Ablauf der Widerrufsfrist mit der Lieferung begonnen haben.]

Muster-Widerrufsformular

(Wenn Sie den Vertrag widerrufen wollen, dann füllen Sie bitte dieses Formular aus und senden Sie es zurück)

– An BIT Leistungen KG, Rudolfsplatz 12/4A, 1010 Wien, Österreich, E-Mail: kunden@registrierkasse.store:

– Hiermit widerrufe(n) ich/wir (*) den von mir/uns (*) abgeschlossenen Vertrag über den Kauf der folgenden Waren (*)/die Erbringung der folgenden Dienstleistung (*)

– Bestellt am (*)/erhalten am (*) _______________

– Name des/der Verbraucher(s) _______________

– Anschrift des/der Verbraucher(s) _______________

– Unterschrift des/der Verbraucher(s) (nur bei Mitteilung auf Papier) _______________

– Datum _______________

(*) Unzutreffendes streichen.
Hinweise zur Umsetzung
I. Was Sie noch festlegen bzw. bestätigen müssen
Punkt Standard im Entwurf Ihre Entscheidung
Adresse der Online-Widerrufsfunktion Platzhalter Konkrete Adresse eintragen, sobald die Seite existiert
Rücksendeadresse Firmensitz Rudolfsplatz 12/4A Bestätigen oder Lager-/Retourenadresse eintragen
Rücksendekosten Kunde trägt die unmittelbaren Kosten Alternativ: „Wir tragen die Kosten der Rücksendung der Waren.“
Ware nicht paketfähig? Nicht berücksichtigt Dann muss der Betrag in Euro genannt werden (§ 4 Abs. 1 Z 9 FAGG)
Dienstleistungen / digitale Inhalte In [Klammern] Streichen, wenn Sie nur Hardware verkaufen
Ausnahmen In [Klammern] Nur passende Punkte übernehmen (§ 4 Abs. 1 Z 11 FAGG)
II. Rechtliche Punkte

1. Gilt nur für Verbraucher. Das FAGG gilt nach § 1 Abs. 1 nur für Verträge „zwischen Unternehmern und Verbrauchern (§ 1 KSchG)“ (RIS). Registrierkassen kaufen überwiegend Unternehmer.

Wenn Sie ausschließlich an Unternehmer verkaufen, brauchen Sie keine Widerrufsbelehrung und keinen Widerrufsbutton. Dann sollte aber im Shop klar erkennbar sein, dass nur Unternehmer bestellen können, und das sollte auch technisch abgesichert sein (z. B. Pflichtfeld UID-Nummer oder Firmenbuchnummer).

Wenn auch Verbraucher bestellen können, verwenden Sie den Text oben.

2. Schutz durch den Mustertext (§ 4 Abs. 3 FAGG). Das Gesetz sagt wörtlich: „Mit dieser formularmäßigen Informationserteilung gelten die genannten Informationspflichten des Unternehmers als erfüllt, sofern der Unternehmer dem Verbraucher das Formular zutreffend ausgefüllt übermittelt hat.“

Der Entwurf oben kombiniert mehrere Varianten des Musters (Waren und Dienstleistungen). Das ist in der Praxis üblich. Ob der Schutz des Musters dann noch voll greift, ist aber nicht sicher geklärt.

Am sichersten ist es, nur die Varianten zu verwenden, die tatsächlich zutreffen. Bei Bedarf können Sie auch eigene Belehrungen je Produktart einsetzen, die dann beim jeweiligen Produkt angezeigt werden.

Den Wortlaut des Musters habe ich mit der aktuellen Fassung von Anhang I FAGG abgeglichen, einschließlich des neuen Gestaltungshinweises 3 zur Online-Widerrufsfunktion (Linde/RIS). Bitte ändern Sie innerhalb des Musters nichts.

3. Widerrufsbutton (§ 13a FAGG) – ab sofort Pflicht. Die Belehrung allein reicht nicht; die Funktion muss technisch eingebaut sein. Nach § 13a Abs. 2 FAGG ist sie „gut lesbar mit den Worten ‚Vertrag widerrufen‘ oder einer entsprechenden eindeutigen Formulierung zu kennzeichnen, während der gesamten Rücktrittsfrist durchgehend verfügbar zu halten und auf der Online-Benutzeroberfläche hervorgehoben und für Verbraucher leicht zugänglich zu platzieren“ (WKO). Konkret:

Die Schaltfläche heißt „Vertrag widerrufen“, ist z. B. im Footer deutlich hervorgehoben und funktioniert ohne Login.

Sie führt zu einem Formular mit diesen Feldern: Name, Bestell- bzw. Rechnungsnummer, E-Mail für die Bestätigung. Ein Teilwiderruf muss möglich sein, etwa über ein Freitextfeld.

Abgeschickt wird mit einer Schaltfläche „Widerruf bestätigen“.

Danach geht sofort automatisch eine E-Mail an den Kunden, mit dem Inhalt der Erklärung sowie Datum und Uhrzeit des Eingangs.

Verstöße gegen § 13a sind laut einer Anwaltsanalyse jetzt ausdrücklich als Verwaltungsübertretung erfasst (PFR). Den aktuellen Wortlaut von § 19 FAGG habe ich nicht geprüft.

Diese neue Datenverarbeitung sollten Sie auch in Ihre Datenschutzerklärung aufnehmen.

4. Lieferung nach Deutschland. Dort gilt die entsprechende Regel (§ 356a BGB) schon seit 19.6.2026 (WKO).

5. Belehrung auch per E-Mail schicken. Belehrung und Formular müssen dem Kunden spätestens mit der Lieferung auf einem dauerhaften Datenträger zugehen (§ 7 Abs. 3 FAGG). Am einfachsten hängen Sie beides an die Bestellbestätigung (PDF oder Text in der E-Mail). Ohne ordnungsgemäße Belehrung verlängert sich die Widerrufsfrist um bis zu 12 Monate (§ 12 FAGG).

6. Weitere Pflichtangaben, die nicht Teil dieses Texts sind. Seit dem VerbRÄG 2026 müssen Sie hervorgehoben auf die gesetzliche Gewährleistung hinweisen, und zwar mit der „harmonisierten Mitteilung“ nach Anhang II (§ 4 Abs. 1 Z 12 FAGG). Bei Waren mit digitalen Elementen, also Kassen mit Software, kommt der Mindestzeitraum für Software-Updates dazu, soweit der Hersteller ihn bekannt gibt (§ 4 Abs. 1 Z 12d FAGG). Beides gehört in AGB oder Produktseiten.